Das Projekt

Mit dem Projekt “Der deutsche Sport unterstützt den Frauensport in Afghanistan” wird eine Personengruppe im islamisch geprägten Afghanistan angesprochen, die bislang kaum Zugang zum Sport findet. Ziel ist es, insbesondere Mädchen und Frauen die Teilhabe am Sport zu ermöglichen. Um dies zu erreichen, werden u.a. Übungsleiterinnen aus- und weitergebildet, Sport-ausrüstung und Geräte zur Verfügung gestellt und ein Sportplatz mit Sichtschutzzäunen errichtet.

Mädchen und Frauen erhalten die Möglichkeit, Gestaltungsspielräume wahrzunehmen und ihre Handlungskompetenzen zu erweitern. Auf diese Weise soll der Benachteiligung von Mädchen und Frauen in der afghani-schen Gesellschaft entgegen gewirkt werden.

Ideengeber dieser gemeinsam von NOK und DSB durchgeführten Maßnahme ist der Bundesausschuss “Frauen im Sport”. Kooperationspartner sind die AfghanistanHilfe Paderborn e.V. und  Deutscher Turner-Bund (DTB).

Ilse Ridder-Melchers, Vorsitzende des Bundesausschusses Frauen im Sport und Initiatorin dieses Projektes dazu: „Der deutsche Sport will mit diesem Projekt bewusst ein Zeichen setzen. Sport als Mittel zur sozialen Integration und zur Gleichstellung soll weltweit dazu beitragen, Geschlechterrollen aufzubrechen, soziale Kontakte zu verbessern und Mädchen und Frauen die uneingeschränkte Teilnahme am öffentlichen und gesellschaftlichen Leben zu sichern.“

Dr. Clemens Prokop, NOK-Vizepräsident und zuständig für Internationale Zusammenarbeit, ergänzt: „Das Projekt bündelt in beispielhafter Weise know-how und Kompetenz der beiden Dachorganisationen des deutschen Sports. Frauenförderung und internationale Sportentwicklung wirken hier zum Nutzen der einheimischen Bevölkerung. Aufbauend auf die Arbeit der AfghanistanHilfe Paderborn und der NOK-Experten vor Ort werden die Rahmenbedingungen für den Frauen- und Mädchensport verbessert.“

Projektkoordination und -leitung

Lars Isecke war sowohl für die gesamte Projektkoordination zuständig als auch Leiter des Fortbildungskurses in Frankfurt am Main.

Lars Isecke ist staatl. anerkannter Fußball-Lehrer und arbeitet u.a. für den Deutschen Fußball Bund (DFB) als Experte im Ausland. Zudem war er 2004 beim NOK als Referent für Internationale Projekte tätig.

Projektorganisation

Das Projekt ist in vier Einzelmaßnahmen aufgegliedert.

Ernährung: Gesundheitsorientierte Maßnahme zur Bereitstellung von täglichen Mahlzeiten für 150-200 Mädchen an drei Lern- und Sportzentren in Kabul und Charikar.

Sportplatz: Infrastrukturelle Maßnahme zur Instandsetzung eines Sportplatzes und dessen Umzäunung mit Sichtschutzblenden in Kabul.

Fortbildung: Qualifizierungsmaßnahme für afghanische Übungsleiterinnen zur Vermittlung methodisch-didaktischer Kenntnisse (in Frankfurt/Main).

Schulsport: Individuelle Unterstützung von zwei afghanischen Sportlehrerinnen zur Fortsetzung des Sportunterrichts an zwei Lern- und Sportzentren in Kabul.

Weitere Informationen über die jeweilige Umsetzung der o.g. Einzelmaß-nahmen finden Sie über den entsprechenden Menü-Button.